Theater "Die Käuze"


Der Wolf und die sieben Geißlein

Märchen nach den Brüdern Grimm
von Jutta Braun-Wingert
geeignet ab 5 Jahren
Regie: Larissa Kaufmann

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Spieltag

ausverkauft

Beginn: 16:00 Uhr
Dauer: 80 min, mit Pause
Spielzeit: November 2016 - März 2017
Premiere: 26.11.2016
Letztmals am 18.03.2017


Der große Wolf streift durch den Wald - schleichend, schnüffelnd, täuschend - wie gerne würde er die Geißlein fressen. Die sieben Geißlein müssen aufpassen und sie sind clever. Als der Wolf an ihrer Türe klopft, lassen sie sich seine Pfote zeigen und ihn nicht ins Haus. Aber der Wolf ist verschlagen: er malt sich die Pfote weiß und frisst Kreide, damit seine Stimme hoch klingt wie die von Mutter Geiß. Doch die Geißlein haben schon einen Plan geschmiedet, um den Wolf in seine Schranken zu weisen. Zusammen schaffen sie es den Wolf zu überlisten.
Gemeinsam ist man stark und braucht keine Angst haben!

Traditionell erzähltes Märchen mit liebevoll geschriebenen Charakteren, frechen Geißlein und einem Wolf, der Angst vor Bienen hat. Sehen Sie selbst, wir freuen uns auf Ihren Besuch!


Pressekritik
BNN Nr. 276 vom 28.11.2016

Der Plan gelingt
„Der Wolf und die sieben Geißlein“ bei den „Käuzen“

Ist die süß! Mit unschuldigster Miene stelzt die kleine Elster (Anna Todorov) immer wieder durchs Bild und stibitzt unter leisen „krah!“-Rufen mal eine Suppenkelle, mal einen Schlüssel, oder eine Schaufel ... Wegen ihrer Vorliebe für Glitzerndes kriegen sich der Kaufmann (Norbert Wingender) und die Ziegenmama (Tabea Hohmann) in die Wolle, da sein Verdacht auf ihre sieben hufigen Kids mit den Namen Montag (Jocke Jordan), Dienstag (Emilia Kälber), Mittwoch (Fridolin Jordan), Donnerstag (Jana Hohmann), Freitag (Sofia Andreou), Samstag (Lilien Herber) und Sonntag (Aaliyah Klix) fällt. Deshalb, und weil der wilde Haufen immer so viel trippelt und mähhh brüllt, verbündet sich der Nörgel-Nachbar mit dem großen Wolf (Henric Bewerunge), der anfangs nur als Mythos über dem Geschehen schwebt, bis er endlich über die Bühne schleicht, stets die Drohung im Maul, alle zu fressen, wenn sie nicht spuren.
Regisseurin Larissa Kaufmann hat das Grimm-Märchen nach Jutta Braun-Wingert als agiles Kinderstück mit einigen Erwachsenen entwickelt, zwischen die Texte streut sie tierische Laute und Gesten, die die kleinen Schauspieler geschickt kombinieren. Der kleine Wolf Wolfgang (Niklas Scheen) kratzt sich immer wieder aufgeregt knurrend hinterm Ohr und schlägt sich auf die Seite der guten Zicklein, weil sein Onkel ihn für unbegabt hält. Kein Wunder, er ist in Wahrheit auch ein Schäferhund. So liegt er auf der Lauer, als der große Wolf Kreide, Teig und Mehl zusammenträgt, um als Ziegenmutter durchzugehen und die Geißlein aus ihrem Stall zu locken. Das verspielte Bühnenbild von Sabine Kaufmann schafft idyllischen Dorfcharakter mit kleinen Fenstern, durch die eine wandelbare Mariana Wetterauer als stotternder Müller und kreischender Bäcker gucken kann.
Bevor Klein-Wolfgang also Schmiere steht, heckt er einen Plan mit den nervös hüpfenden Zicklein und Dorfmädchen Lilli (Marie Hellriegel) aus und zieht die Kinder in den vorderen Reihen ins Vertrauen – sie mögen bitte ganz laut summen, wenn der böse Wolf da ist. Das sei das Einzige, womit man den Angreifer erschrecken könne. Der Plan gelingt, niemand ist gestorben und der Übeltäter muss zum Schlussapplaus reumütig Süßes an seine kleinen Bezwinger verteilen.

Nina Setzler